Auf den Spuren von „Matthias“ BAADER Holst

„Matthias“ BAADER Holst war ein aus Halle stammender Dichter, Sänger und Künstler – eine schillernde Gestalt der literarischen Untergrundszene der DDR. Er starb am 30.06.1990, dem letzten Tag der DDR-Mark, anonym in der Berliner Charité. Zu seinen Lebzeiten blieb BAADERs „Brachiallyrik“ weitgehend ohne Anerkennung. Auch seine Heimatstadt Halle entdeckte ihren unbequemen, komplizierten Dichtersohn erst spät wieder. Heute aber scheint BAADER aktueller denn je: Seine Texte dienen als Grundlage für Theater- und Musikstücke, werden mittlerweile sogar ins Griechische übersetzt.

BAADER zu erleben ist nicht mehr möglich. Die Spuren aber, die er in seiner Stadt Halle und bei den Menschen, denen er begegnete, hinterlassen hat, überdauern. Genauso wie sein Werk, das es immer wieder neu zu entdecken und zusammenzusetzen gilt. Diese Website möchte die verschiedenen Facetten von BAADERs Schaffen erlebbar machen, indem sie seiner Spur durch Halle anhand von Ton, Bild und Text folgt und sie bis ins Heute weiterführt. Es soll ein Porträt entstehen, das seine Persönlichkeit und Kunst genauso abbildet, wie es die ungebrochene Faszination, die von ihm ausgeht, beleuchtet.

BAADER ist kein Relikt – seine Geschichte ist eine zeitlose Erzählung über den Willen zu künstlerischer Selbstverwirklichung und individueller Freiheit. Es gilt, was sein Freund und Künstlerkollege Peter „Sc.Happy“ Wawerzinek über ihn sagt:

„BAADER wird kommen.

BAADER wird werden.

BAADER muss sein.

Aller BAADER geht von Halle aus.

BAADER für alle.

BAADER in Halle.

BAADER den Hallensern.“

– Peter Wawerzinek in: Das Desinteresse

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